Über mich

Aller Anfang ist schwer! Der Weg hierher war nicht immer einfach für mich. Aber ich würde um keinen Preis der Welt etwas ändern wollen. Meine Erfahrungen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin..." ne kleine Kräuterhexe und ne Seifenfee" :D - und ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Davon können meine Kunden heute profitieren.
Zum Seifesieden bin ich vor 6 einhalb Jahren gekommen, bedingt durch meine Erkrankung. Demnach haben auch Erkrankungen mal was Gutes, sonst hätte ich wahrscheinlich mein Hobby, meine Leidenschaft nicht zum Beruf gemacht.
Einen großen Anteil an meinem Wissen stammt wahrscheinlich aus meiner Ausbildung zur Krankenschwester und das Wissen aus dem Interesse an Naturheilkunde. Beides zusammen vereint unschlagbares Wissen ohne Realitätsverlust.
Wahrscheinlich sollte ich eher im Mittelalter geboren sein oder habe da schonmal gelebt :D.
Spaß beiseite, ...mich interessiert einfach die Kräuterkunde und das Gewerbe, dass sich um dieses reigt. Interessant, wissenswert, unglaublich heilsam, hilfreich und wieder mehr in den Vordergrund rückend! Und das ist auch gut so!!!
Ich kann mir nichts anderes mehr vorstellen, als mit Düften, Farben, Ölen, Kräutern ( wohl bemerkt Vieles aus meinem eigenen Garten), Gewürzen und anderen himmlischen Dingen zu arbeiten, Rezepte, Formen zu erstellen und neue Dinge zu kreieren. Und das immer im Sinne der Natur, der Gesundheit, der Natürlichkeit. Bei mir gibts alles ohne Konservierungsmittel, Stabilisatoren oder ähnlichem. 
So kam eins zum anderen, von Seife zu Rasierseife, zu Cremes, Bartpflegemitteln, Haarprodukten und anderen Kosmetikartikeln über Kerzen bis hin zu Räucherwerken und vielem mehr, ...immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und natürlich um  meine lieben Kunden glücklich und zufrieden zu sehen!
"Handmade", "Natur", "Wohlbefinden"...das sind Worte, die gut klingen und die ich immer im Kopf behalte und umsetze !!

Wie entsteht eine Naturseife:

HERSTELLUNG EINER NATURSEIFE IN Pauline`s Seifenwerkstatt:
Ich stelle meine Naturseifen alle per Hand und im traditionellen Kaltrührverfahren her. Dazu habe ich mir eine Seifenwerkstatt eingerichtet, im Keller, mit abwischbarer und desinfizierbarer Arbeitsfläche und Wänden. 
Es kommen bei mir nur pflanzliche Öle und Fette wirklich guter Qualität in den Siedetopf. Durch geschickte Mischungen verschiedenster Öle, kann ich die Härte jeder Seife und auch die Schaumbildung dadurch beeinflussen. Das habe ich mir privat hart erarbeitet. 
Fette und Öle mische ich mit Natronlauge (NaOH), die extra für die Kosmetikherstellung zur Verfügung gestellt wird. Dabei ist es wichtig, das richtige Verhältnis zu finden. Jedes Öl braucht eine bestimmte Menge an Lauge, um daraus eine Seife bilden zu können, die nicht zu stark basisch oder nicht zu ölig ist. Bei zu geringer Laugenmenge werden nicht alle Öle verseift und die Seife wird schmierig. 
Ich wiege also die ausgesuchten Rohstoffe grammgenau ab und fügen sie nach einer festgelegten Reihenfolge zusammen. Da ich beim Schmelzen der festen Öle nur mit niedrigen Temperaturen arbeite, um die Pflege- und Heilstoffe nicht zu zerstören, heißt es immer wieder sehr geduldig zu sein und RÜHREN, RÜHREN, RÜHREN..

DIE VERSEIFUNG
Nachdem Fett und Lauge vermengt sind kommt der langwierige Prozess der Verseifung.
In diesem Kaltprozess liegt das Geheimnis der handgemachten Seifen. Fette und Öle bestehen chemisch gesehen aus Fettsäuren und Glycerin. Dabei hängen sich an ein Glycerinmolekül drei Fettsäuremoleküle an. Deshalb spricht man auch von Triglyceriden. Beim Verseifen wird dieses Fettmolekül aufgespalten, die drei Fettsäureteile verbinden sich jeweils mit einem Laugenmolekül und bilden so ein "Salz" aus Säure und Base, also ein Seifenmolekül. Das Glycerin bleibt bei diesem Vorgang übrig. Die Seifenindustrie wäscht gerade dieses Glycerin aus der Seife heraus! Es ist für die Industrie zu wertvoll und es kann anderweitig verwendet werden. Beim Kaltprozess bleibt das natürliche Glycerin aber in der Seife zurück und kann so seine pflegenden Eigenschaften entfalten.
 | Das ist der Grund, warum kaltgerührte Seifen viel sanfter und auch milder sind, als industriell hergestellte.
Welches Tensid befindet sich in einer kaltgerührten Naturseife: Fettsäuresalze
Fettsäuresalze bestehen aus Natriumoleat, Natriumpalmitat und Natriumlinolat. Diese Salze sind typische Bestandteile einer Naturseife. 

Und wieder heißt es RÜHREN, RÜHREN, RÜHREN.... bis es manchmal erst nach längerer Zeit den RICHTIGEN MOMENT gibt, der  zeigt, dass die Seifenmasse nun bereit ist, in die vorbereitete Form gegossen zu werden. Nach dem Abfüllen wird die komplette Form dick und mollig eingepackt. So bleibt die erhitzte Seife schön lange warm und kühlt nicht zu schnell wieder herunter. Nach weiteren 24 - 30 Stunden geht es dann weiter....

DER REIFEPROZESS
Wenn die frische Seife komplett ausgekühlt ist, schaue ich nach, wie diese Naturseife wohl geworden ist.
Danach wird sie vorsichtig und natürlich von Hand ausgeformt. Mit einem Schneidemesser wird jedes Seifenstück einzeln von Hand geschnitten, vorsichtig umgebettet und zum Reifen in das dafür vorgesehene Reiferegal gestellt. Jede Seife einzeln - nach und nach - mit viel Ruhe und Liebe. Dabei wird jedes Stück Seife begutachtet und das 1. Mal gewogen.
Die noch junge Seife ist für den täglichen Gebrauch noch viel zu scharf. Chemisch gesehen ist ihr Verhalten noch sehr stark basisch. Eine Maßzahl dafür ist der so genannte pH-Wert. Er reicht im Bereich der Laugen von pH 7 (neutral) bis zu pH 14 (starke Lauge). Eine junge Seife hat einen Wert zwischen pH 11 und 12. Das kann für empfindliche Haut oder für die Schleimhäute noch stark reizend sein. Nach wenigen Tagen sinkt der pH-Wert aber auf etwa 9 bis 8 herunter. Nun haben wir eine wunderbar basische Naturseife, die viel besser für unsere Haut ist, als die pH-neutralen Produkte. Vor ca. 50 Jahren war die komplette Körperpflege noch basisch. Die Reinigung war somit gründlicher und die Haut konnte die alte Haut besser abtragen und somit erneuern. Das ist auch der Wert der handelsüblichen Seifen, ausgenommen der speziell neutral gemachten Seifen, die eigentlich keine Seifen, sondern Detergenzien sind.
 | Ein längeres Nachreifen von Wochen oder Monaten führt zum richtigen Durchtrocknen der Seife. Sie schrumpft dabei etwas und wird auch härter. Das ist durchaus erwünscht. Reine Olivenölseifen benötigen mindestens eine 6 monatige Reifezeit, damit die positiven Eigenschaften auch ans Licht kommen. Auch soll die Seife lagerungsfähig sein. Bei manchen überfetten Seifen kann es passieren, daß sich an der Oberfläche Fettröpfchen ansammeln. Dies ist aber nicht weiter schlimm. Eher ein optisches "Problem".

IN DEN NÄCHSTEN WOCHEN BIS ZUM VERSAND:
Nicht täglich, aber alle paar Tage, wird jedes einzelne Naturseifenstück von Hand im Reiferegal gedreht. So ist gewährleistet, dass die Seife auch rundherum richtig durchtrocknen kann. Dabei werden die Seifchen nach ca. 3 Wochen wieder von Hand gewogen und entsprechend sortiert. 
Ist die Reifezeit erreicht sind die Seifen versandbereit. Meine Naturseifen werden erst ausgeliefert, wenn sie ihren reifegradlichen Höhepunkt erreicht haben.
Auch hier setze ich nur auf Handarbeit! Bevor die Naturseifen in luftdurchlässige Organzasäckchen gepackt werden, werden sie wieder auf der Waage und mit unseren Augen und der Nase kontrolliert. Hier setzen wir fast all unsere Sinne ein. Denn nur die besten Stücke verlassen mein Haus!
Doch dann geht es ja noch weiter. 
Ich bestücke mit  viel Liebe jedes einzelne Päckchen und verschönere jeden Schritt mit  Stempelchen usw., so dass ich die Sendungen manchmal am liebsten selbst behalten würde ;-).